E-paper - 01. November 2019
Blickpunkt Pegnitz

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Liebe Pegnitzerinnen und Pegnitzer,

das Attentat am 9. Oktober in Halle hat uns alle tief geschockt und wieder einmal den zunehmenden und weit verbreiteten Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft mit all seiner viel zulange unterschätzten Gefahr vor Augen geführt. Mein tiefes Mitgefühl gilt den Familien der Opfer, der jüdischen Gemeinde in unserem Land, der dieser Anschlag galt und unserer Gesellschaft insgesamt, die dieser Anschlag traf. Diese ungeheuerliche Weltanschauung hat Europa schon einmal in Schutt und Asche gelegt, Andersdenkende und bewusst Ausgegrenzte massenhaft verfolgt und ermordet. Dieser Geist darf keinen Platz mehr in unserer Gesellschaft finden! Bei Rechtsextremismus, Extremismus überhaupt und Menschenverachtung darf es keinen Millimeter Kompromissbereitschaft geben! Deshalb bin ich stolz darauf und freue mich darüber, dass in Pegnitz im Rahmen der interkulturellen Wochen drei Veranstaltungen stattfanden und dass Pegnitz eine weltoffene Stadt ist, in der mittlerweile Angehörige von über 80 unterschiedlichen Nationen leben.

Eine gute Grundlage für den zentralen Gedenktag unseres Landes, dem Volkstrauertag, an dem wir der Opfer der Kriege, der Opfer des Nationalsozialismus, von Flucht und Vertreibung sowie von Gewalt und Terrorismus gedenken. Die Gedenkveranstaltung in Pegnitz findet am Samstag, den 16. November, am Mahnmal für Frieden, Toleranz und Verständigung statt und beginnt um 16.00 Uhr mit einer ökumenischen Andacht in der Marienkirche. Genauerer Informationen entnehmen Sie bitte dem Innenteil.

So steht der November allgemein im Zeichen der „Stillen Tage“, die uns einladen, im privaten und im öffentlichen Leben unserer Verstorbenen zu gedenken. Ich bitte um Verständnis für die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen zur Ruhe und Stille an den dafür vorgesehenen Tagen.

Ich freue mich über das Zusammenwirken von Kommune, Kirchen, Wissenschaft und Erwachsenenbildung, wenn es am Abend des Buß- und Bettag darum geht, eine Phalanx für den Klimaschutz zu bilden. Ich lade Sie herzlich ein, am 20.11. um 19.30 Uhr zu der Veranstaltung „Rettet die Schöpfung“ mit Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner, Domkapitular Dr. Josef Zerndl, Prof. Dr. Manfred Miosga und mir als erstem Bürgermeister. Kommen Sie in die Aula der Grundschule und setzen Sie mit Ihrem Besuch ein Zeichen. Zuvor feiern wir um 18.00 Uhr gemeinsam Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Bartholomäus.

Ihr

Uwe Raab

Erster Bürgermeister

Blickpunkt Pegnitz vom Freitag, 1. November 2019, Seite 3 (52 Views)

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